Pastor Falkenberg verlässt St. Franziskus

Abschied
Nach Rücksprache mit Weihbischof Stefan Zekorn habe ich mich in den letzten Wochen um eine Stelle mit reduzierter Tätigkeit gekümmert und gefunden.

 
Daraufhin habe ich unseren Bischof gebeten, mich zum 01. Juli dieses Jahres zu emeritieren.
Die Ernennung zum emeritierten Pfarrer gilt gleichzeitig als Beauftragung für weitere seelsorgliche Dienste in der Kirchengemeinde St. Marien in Telgte.
Abschied ist nicht einfach.
Abschied tut weh.
Immerhin sind es knapp neun Jahre,
die ich bei Ihnen in der Kirchengemeinde St. Franziskus tätig war.
Die täglichen Rituale und vor allem die Menschen, mit denen ich zu tun hatte,
das gute Miteinander im Pfarrhaus,
die Gottesdienste und Feiern,
die faire Zusammenarbeit mit Hauptamtlichen und den Vielen in Räten, Gremien, Verbänden und Kreisen,
die selbstverständliche Mitarbeit in der Versöhnungskatechese
die Begleitung von Menschen in Höhen und Tiefen,
die herzlichen Begegnungen in Kindergärten,
das tolle Zusammenwirken mit der Roncallischule,
das wertschätzende Miteinander in der Ökumene und im interreligiösen Dialog.
nicht zuletzt die vielen Menschen im Vorübergehen:
All das fällt weg. Das werde ich spüren.
Ich möchte aber sagen, dass wir Priester gegenüber anderen Berufen auch ein Privileg haben:
Wir scheiden meistens nicht abrupt und endgültig aus der vollen beruflichen Tätigkeit aus.
Es gibt einen stufenweise Übergang vom leitenden Pfarrer über den Pastor zum Emeritus.
Das ist sehr menschlich. Dazu kommt:
Den Umfang unserer seelsorglichen Tätigkeit können wir weitgehend selbst bestimmen.
Das hängt stark von unserem gesundheitlichen Zustand ab und von der Energie, die noch in uns steckt.
Dafür bin ich dankbar.

 

Günther Falkenberg